Gewaltfreiheit

Prolog

Veröffentlicht am 02/08/2019 von bernd

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Oh wie schön kann Reiten sein!!!

(Immanuel Kant, 1784)

„Was ist Aufklärung“

AUFKLÄRUNG ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit.

(Walter Benjamin, 1920/21)
Zur Kritik der Gewalt

(Ernst Bloch, 1954)

„Das Prinzip Hoffnung“

„Denken heißt überschreiten. So jedoch, dass Vorhandenes nicht unterschlagen, nicht überschlagen wird… Sondern es begreift das Neue als eines, das im bewegt Vorhandenen vermittelt ist, ob es gleich, um freigelegt zu werden, aufs Äußerste den Willen zu ihm verlangt. Wirkliches Überschreiten kennt und aktiviert die in der Geschichte angelegte, dialektisch verlaufende Tendenz.“

(Mark Rashid, 2012)

„Die Kunst der Verständigung“

„Horsemanship ist die Kunst, unsere eigenen Bewegungen, Gedanken, Emotionen und Verhaltensweisen zu beherrschen, nicht die Pferde“

(Mark Rashid, 2012)

Gewaltfreiheit hat ihre Grenzen in der Notwehr

Man muss nicht Reiter sein, um das unnötige Leid des Pferdes zu sehen! Foto Pinterest

Das Reiten ist bekanntlich sehr stark durch Traditionen und Mythen bestimmt – viel mehr als andere Sportarten. Altes ist nicht per se falsch, aber in den letzten 2-3 Jahrzehnten werden auf der Grundlage von wissenschaftlichen Erkenntnissen der Verhaltensforschung und der Veterinärmedizin viele Mythen in Frage gestellt und widerlegt.

Immer mehr Menschen begreifen, dass das Pferd keine Maschine ist, die funktionieren muss, sondern ein Säugetier, das wie wir Menschen Gefühle hat und uns in vielen motorischen und sensorischen Fähigkeiten überlegen ist.

Der Missbrauch beginnt mit dem Einsperren in einer Box. Pferde in der Freiheit oder einer Koppel, die der Anzahl der Pferde angemessen ist, laufen nachts ca. 20 km und mehr.

Die eigentliche Bestimmung des Pferdes ist die Freiheit!

Ursprüngliche Wildpferde gibt es nicht mehr; es sind alles ehemals domestizierte Hauspferde, die wieder in die Freiheit entlassen wurden. Diese haben bewiesen, dass sie immer noch in der Lage sind bei einer artgerechten Umgebung ohne Mensch zu überleben.

Wenn Du bereit bist, den Umgang mit Pferden kritisch und selbstkritisch zu hinterfragen, bist Du auf dieser privaten Homepage richtig. Die „korrekten“ Anweisungen sind oft das Gegenteil.

Die „korrekte“ Art, Gewalt auf das Pferd auszuüben, ist quasi zur Normalität geworden!

Die unnötigen Grausamkeiten sieht auch der Heilige Vater Papst Franziskus, der sich nach Franz von Assisi, dem ersten christlichen Tierschützer, benannt hat.

Wir danken für seine freundliche Unterstützung.


Die Gewaltfreiheit im Umgang mit Pferden und Menschen hat Grenzen da, wo der Mensch in seiner Unversehrtheit bedroht ist. Besonders bei traumatisierten Pferden kann das vorkommen.

Die totale Gewaltfreiheit im Umgang mit Pferden ist eine Illusion, aber wo unnötig Gewalt ausgeübt wird, ist Aufklärung angesagt.

Bringen Sie ihr Kind nicht ohne kritische Prüfung des herrschenden Unterrichtsstils in eine Reitschule, denn es besteht die Gefahr, dass es die Empathiefähigkeit verliert, die Kinder von Natur aus haben. Dazu brauchen sie keine Kenntnisse über Pferde.

Ende